Start | Kontakt | Aktuell | Verein | Fortbildungen | Instrumente | Noten | Konzerte | Notenbank | Links
Musikpreis 50 +: Die Preisträger stehen fest

Laudator:
Jurymitglied Gerhard A. Meinl
(Vorsitzender des Bundesverbandes der deutschen Musikinstrumenten-Hersteller)

Das Wort „Dilletant“ war ursprünglich positiv belegt. Es stammt nämlich vom italienischen „dilettare“, „sich vergnügen“. Da das heut nur noch wenige so sehen, hört man leider viel zu oft Sätze wie: „Ich kann nicht singen.“ oder „Ich bin unmusikalisch.“ Manchmal könnte man meinen, im ganzen Land ginge die falsche Angst um, ein musikalischer Dilettant zu sein. Doch ist das wirklich im ganzen Land so? Nein! Viele kleine Projekte und Ensembles von Laien leisten eine tolle Arbeit und zeigen uns:

Jeder kann singen und jeder kann ein Instrument erlernen. Man muss nicht wie Maria Callas singen oder wie Jimi Hendrix Gitarre spielen können, um schöne Musik zu machen. Deutschlandweit fehlt es zwar in der Breite am Mut zu musizieren und das ist sehr traurig. Man soll aber nicht klagen, sondern sich lieber an dem bereits Erklingenden erfreuen und daran arbeiten, dass wieder mehr Menschen zum Instrument greifen. Ich denke die Laienmusik hat hier noch ein ungeheures Potential. Und wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben, dass wieder mehr Menschen das wahre Dilettieren, das Vergnügen am Musizieren, kennen lernen.

Es ist mir eine große Freude, hier einen ganz besonderen Preis überreichen zu können an eine Initiative, die diese Hoffnungen beispielhaft aufrechterhält. Ein Preis, der unsere Ziele und Bemühungen vergegenständlicht. Konkreter kann Musikförderung nicht ausfallen.

Der Preis soll konkret aber auch symbolisch ein Anreiz sein, sich weiterhin und noch mehr darum zu bemühen dass auch bisherige Laien egal welchen Alters die Lust am Musizieren entdecken. „Musik - aber nur mit Spaß“ – Dilettieren ist etwas wunderbares, meine Damen und Herren. Musik machen um ihrer selbst Willen, zur Freude.
Die Jury hat sich entschieden, den Sonderpreis „Musizieren 50+ im Laienensemble“ an „Endlisch Musigg“ zu vergeben. Dafür, dass die Mitglieder dieses Ensembles zeigen, wie wenig dilettantisch im heutigen Sinne Laien-Musik ist, und das es vielmehr einfach nur eines ist: Eine tolle Sache!
Es freut mich nun erneut Herrn Andreas Zöller nach vorne bitten zu dürfen. Oder haben Sie bereits einen Tubaspieler?...