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20 Jahre Melton Tuba Quartett · Jubiläumskonzert in Geretsried

Ein ganz besonderes Highlight fand am Freitag, den 01.02.2008 in Geretsried statt. Das Melton Tuba Quartett gab ein Konzert in dem Ort, von dem nicht nur der Name des Quartetts stammt, sondern auch alle ihre Instrumente.
Vier an der Zahl, die leicht behände und scheinbar mühelos alle Klangregister der Tiefe und der Höhe durcheilen und dies zugleich einfallsreich mit Humor, Parodie und heiter gelöstem Ernst betreiben. Im Rahmen ihrer Jubiläumstournee machte das Melton Tuba Quartett am Ort der Musikinstrumentenmanufaktur Wenzel Meinl GmbH in Geretsried Station.
An diesem Abend wollten so viele Menschen die Facetten und Möglichkeiten der Tuba erleben, dass der Pfarrsaal aufgrund des Andrangs aus allen Nähten zu platzen drohte. So voll hatte man den Raum wahrlich noch nicht erlebt. Vor der Tür drängten sich die Massen um trotz des längst ausverkauften Konzerts doch noch einen Platz zu ergattern. Drinnen wurden eiligst die letzten Ecken noch mit Stühlen besetzt, um jedem Gast doch noch ein Plätzchen anbieten zu können. Am Ende quoll die Zuhörermenge durch die offen stehende Tür aus dem Saal in den Vorraum.
Die vier Profi-Musiker Ulrich Haas von den Duisburger Philharmonikern, Heiko Triebener von den Bamberger Symphonikern, Jörg Wachsmuth als Tubist der Dresdner Philharmonie und Hartmut Müller vom Wuppertaler Sinfonieorchester sind ein Klangkörper von außergewöhnlicher Virtuosität und Farbenreichtum und der Andrang war berechtigt.
Nach dem einmarschieren des Quartetts mit Ihrem Markenzeichen „Washington Post Marsch“, erzählte Hartmut Müller von den Anfängen und der Namensfindung des Quartetts. Zu Beginn ihrer ersten Proben stellten Sie fest, dass alle Musiker zufälligerweise das gleiche Instrument der Marke Melton besaßen. So lag es auf der Hand, nach Geretsried zu fahren und 1988 Herrn Gerhard Meinl um die Erlaubnis zu bitten, den Namen für ihr Quartett verwenden zu dürfen. Gerhard Meinl war von der Idee, der damals noch jungen und unbekannten Studenten sofort begeistert und sagte Ihnen, obwohl er noch nie einen Ton vorher von Ihnen hörte, den Namen und weitere Hilfe zu. Aus den vier jungen Tubisten sind in der zwischen-zeit Künstler von Weltruf geworden. Sie traten bei ARD und ZDF auf, bei Musikfestivals und Internationalen Tagungen. In Washington DC sowie in der Berliner Philharmonie.
Auch Gerhard Meinl, der Inhaber der Wenzel Meinl GmbH, und Mitorganisator des Konzertes betonte die überaus fruchtbare Zusammenarbeit. Viele Verbesserungen in der Entwicklung neuer Tuben gehen auf die Mitglieder des Quartettes zurück.
Ein Höhepunkt des Abends war die Bearbeitung von „Peter und der Wolf“ von Prokofjew für Tuba Quartett. Da allerdings die Geschichte nicht so recht zu dem Klang der Tuba passen wollte, wurde Sie kurzerhand umgeschrieben in „Pitty und der weiße Hai“, eine Geschichte rund um Gisela die Seegurke, Pitty dem jungen Oktopus und Menno dem Clownsfisch, souverän erzählt von Gehard Meinl.
Es darf gehofft werden, dass die vier Musiker, aufgrund der weiteren Zusammenarbeit mit der Musikinstrumentenmanufaktur Melton/Meinl-Weston bald wieder Station in Geretsried machen, um eine Fortsetzung dieses schönen Abends zu erleben.